Wann kann ich die Physalis Pflanze ernten?

Die Erntezeit der Physalis Pflanze liegt zwischen Dezember und Juli. Was ganz interessant ist: Die Früchte reifen nicht nach, wenn du sie einmal gepflückt hast. Das heißt, du solltest sie wirklich erst dann ernten, wenn sich die Fruchtblätter öffnen und zu welken beginnen und die eigentliche, orange Frucht der Physalis Pflanze sichtbar ist. Andernfalls sind die Früchte sehr sauer und für den direkten Verzehr ungeeignet.

Was ist das besondere an der Physalis Pflanze?

Die Physalis besticht schon durch ihr Äußeres. Sie ist von einem Lampion umhüllt und macht sich in jedem Garten rein optisch ziemlich gut. Doch unter ihrer Hülle enthält sie eine köstliche Beere, die zum Naschen einlädt. Die Frucht schmeckt nämlich ziemlich exotisch und ist süß-säuerlich eine wahre Köstlichkeit. Einige vergleichen den Geschmack mit einer Stachelbeere, andere wiederrum erkennen eine Mischung aus Ananas nebst Maracuja. Auf jeden Fall ist die Physalis mit einem unvergleichlichen Geschmack gesegnet und gilt als wahre Vitaminbombe.

Kann ich die Physalis auch in meinem Garten anbauen?

Aber selbstverständlich. Die meisten Menschen kennen die kleine orangefarbene Kugel nur aus dem Supermarkt. Dort finden wir sie in Plastikschalen verpackt im Regal und zahlen für 100 Gramm oftmals einen stattlichen Preis von ca. 2€. Viel besser ist jedoch die eigene Anzucht. Die Staude kann nämlich auch im eigenen Garten wachsen und so den Hobby-Züchter mit einer reichen Ernte erfreuen.

Was ist bei der Zucht zu beachten?

Die Kapstachelbeere (Physalis peruviana) gehört ebenso wie die Tomate zu den Nachtschattengewächsen. Allerdings bracht die Physalis Pflanze nicht so viel Pflege wie die roten Nachbarn. Sie weist zudem weniger Schädlinge auf und macht dem Gärtner auch kaum Sorgen, was Krankheiten anbelangt.

Die Frucht ist mit wirklich wenig zufriedenzustellen. Sie kommt bereits mit einfacher Gartenerde aus und erfreut sich an einem halbschattigen Platz. Die Physalis Pflanze, die eine Größe von ein bis zwei Metern erreichen kann, belohnt den Genießer schließlich ab August / September mit grün-gelben Lampions, in deren Inneren sich orangegelbe oder leicht rötliche Beeren befinden.

Tipp: Die Früchte sollten auf jeden Fall erst dann geerntet werden, wenn sich die Lampions leicht öffnen. Vorher ist eine Ernte weniger ratsam, reifen die Früchte so gut wie gar nicht nach. Die Beeren, die wir im Supermarkt kaufen, sind häufig noch kaum ausgereift. Das ist auch oft der Grund, warum diese Physalis zumeist ziemlich sauer im Geschmack sind.

Warum klebt die Physalis?

Zunächst ist es wichtig zu erwähnen, dass die Physalis auf keinen Fall im unreifen Zustand verzehrt werden sollte. Da die Physalis Pflanze – wie bereits erwähnt – zu den Nachtschattengewächsen zählt, können bei Genuss Vergiftungserscheinungen aufkeimen. Aus diesem Grund sollte die Ungeduld gezügelt und die Beere erst nach vollständiger Reifung verköstigt werden.

Wenn es schließlich soweit ist, freuen sich Gärtner auf den vollkommen Genuss, die anfangs zunächst durch die klebrige Konsistenz getrübt zu sein scheint. Allerdings ist dieser scheinbare Missstand komplett normal. Die leichte Absonderung der Pflanze dient lediglich als Schutzmechanismus und ist vollkommen unbedenklich.

Hinweis: Wenn dich die klebrige Substanz stört, so wasche die Beeren vor dem Verzehr zunächst mit ein wenig Wasser. Die Hülle ist übrigens nicht essbar und sollte vorher auf jeden Fall entfernt werden.

Wann kann die Ernte beginnen?

Anders als viele andere Früchte beginnt die Ernte der Physalis Pflanze erst recht spät ab ungefähr August oder September. Der Boom ist schließlich Ende Oktober erreicht. Beginnen dann die ersten frostigen Nächte, hat der Spaß hingegen sein Ende gefunden. Lege daher für deine Pflanze rechtzeitig ein geeignetes Pflanzenvlies oder eine Folie aus, damit die Früchte nicht zerstört werden.

Kann ich die Physalis überwintern?

Auch das ist uneingeschränkt möglich, vorausgesetzt, du hast einen Pflanzenkübel für deine Physalis auserkoren. Ist die Frucht schon im Kübel gesetzt worden, ist die meiste Arbeit schon getan. Im Freiland sollten die besten Pflanzen ausgegraben und in einen ausreichend großen Topf umgesetzt werden. Die Zweige sind alsbald zurückzuschneiden und die Pflanze in den Wintergarten oder das Gewächshaus überzusiedeln. Die Physalis mag einen kühlen Raum, in dem um die 10° Celsius herrschen. Achte aber unbedingt auf einen hellen Platz.

Die Erde ist über den  Winter mäßig feucht zu halten. Kräftigeres Gießen ist schließlich ab dem Frühjahr wieder sinnvoll. Hier ist auch die Beigabe von Flüssigdünger ratsam. Ab den ersten Maiwochen – wenn die Eisheiligen durch das Land gezogen sind – freut sich die Physalis Pflanze schließlich wieder über einen Besuch im Freiland.

Das solltest du über die Physalis Pflanze wissen

Die Physalis Pflanze stammt aus Südamerika. Vor allem in Ecuador, Venezuela und Peru kommen die Physalis Sträucher sehr häufig vor – verwildert aber auch von Menschenhand kultiviert.

Die Pflanze als solche kann übrigens bis zu zwei Meter hoch wachsen, ist filzig behaart und verfügt über große, unregelmäßig gezahnte Blätter.

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