Die Amperhof Ökokiste im Herbst
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Amperhof Ökokiste – so funktioniert der Lieferservice

Frisch vom Feld und direkt in die Küche. In München scheint das auf den ersten Blick gar nicht so einfach, denn wer hat schon den nächsten Bauern um die Ecke, der mit Gemüse und frisch gemolkener Milch versorgt? Das dachte sich auch die Gründerin der Amperhof Ökokiste Gisela Kinzelmann und entwarf 1985 das Modell eines Lieferservices. Frische Bio-Lebensmittel können bequem bis an die Haustüre bestellt werden. Auch Büros, Schulen und Kitas können bestellen. Über 3500 Kisten pro Woche werden mittlerweile in sämtliche Münchner Stadtviertel sowie das Münchner Umland geliefert.

Frisch vom Amperhof: 7 Fragen

Wir haben mit Frau Kretschek vom Amperhof-Team* gesprochen und stellen euch das Konzept der Amperhof Ökokiste vor.

Daniela Kretschek vom Team der Amoerhof Ökokiste

Was dürfen Kunden von der Amperhof Ökokiste erwarten?

100% Bio, absolute Frische & hohe Qualität, Lieferung bis zu Wohnungstür, freundliche & kompetente Kundenbetreuung, Regionalität, Transparenz bis zum Erzeuger, seltene & alte Sorten, weniger Plastikmüll nach dem Einkauf/ der Lieferung, Rezepte & Kochideen.

Bunte Kiste in der Packhalle von Amperhof Ökokiste
© Amperhof Ökokiste

Wen beliefern sie und wie oft?

Wir liefern die Ökokisten an Privathaushalte, Firmen und Kindereinrichtungen wie Kitas und Schulen mindestens einmal die Woche. Wenn der Kunde nur eine zwei- oder vierwöchentliche Belieferung wünscht, ist das natürlich auch kein Problem. Das ist jederzeit änderbar.

Wir haben feste Touren und prüfen bei Interesse, an welchem Wochentag wir bei der gewünschten Adresse vorbei kommen. Manchmal stehen auch zwei mögliche Liefertage zur Auswahl. Zur Zeit sind leider alle unsere Touren voll, seit Corona haben wir sehr viel Aufmerksamkeit und Anfragen, die wir des Öfteren absagen müssen.

Das kann auch am Liefergebiet liegen: Wir fahren ins Stadtgebiet München und in die Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau sowie rund um den Ammersee. Manchmal sind kleine Ortschaften dabei, die einen Umweg von mehreren Kilometern bedeuten. Da sagen wir dann nein, weil die Tour nicht mehr ökologisch sinnvoll wäre. Im Durchschnitt fahren wir 1,2 km pro Lieferung.

Welche Ökokisten habe ich zur Auswahl? Gibt es auch Wunschkisten?

Es gibt verschiedene Ökokisten zur Auswahl, die sich nach Thema, Größe und natürlich Inhalt unterscheiden. Wir planen diese immer nach saisonalem Angebot unserer Partnergärtner. Wenn ausschließlich Gemüse in der Kiste sein soll, gibt es bspw. die Frisch-vom-Feld-Kiste. Gemischt mit Obst & Gemüse ist unser Klassiker: die Regionalkiste. Wenn Kunden diese auswählen, können sie sicher gehen, dass immer 100% regionale Ware zu ihnen nach Hause kommt. Diese Kisten gibt es immer in 3-4 verschiedenen Größen.

Der grundlegende Inhalt bleibt gleich, bspw. sind Karotten in allen Größen enthalten, jedoch in unterschiedlicher Menge, so dass die Kiste vielfältig bleibt. Die Inhalte werden so von uns geplant, dass sie eine Woche vor dem Liefertermin im Shop angeschaut und angepasst werden können. Wenn der Kunde keine Karotten wünscht, kann er sie entfernen oder austauschen. Wir sind mit dem Online-Shop sehr flexibel.

Regionale Kiste von Amperhof Ökokiste
Regionale Kiste © Amperhof Ökokiste

Wie kann man als Verbraucher erkennen, ob es sich wirklich um 100 % Bio-Ware handelt?

Bei uns Ökokisten-Betrieben wird hauptsächlich Ware von den Anbauverbänden Bioland, Naturland und demeter angeboten, mindestens jedoch EU-Bio. Unsere landwirtschaftlichen Partner arbeiten bereits seit Jahren oder Jahrzehnten nach diesen Verbandsrichtlinien.

Das jeweilige Logo ist direkt in unserem Shop beim jeweiligen Produkt sichtbar. Eine unabhängige Kontrollstelle prüft jährlich, ob wir uns an die Einhaltung aller geltenden Vorschriften und Richtlinien halten und stellt uns eine Bescheinigung aus, die man auf unserer Webseite einsehen kann.

Oft steht der Preis von Bio-Lebensmitteln zur Diskussion und der Satz fällt „Bio kann ich mir nicht leisten“. Was halten Sie davon?

Ja, mit dieser Aussage kommen immer wieder Interessenten zu uns auf Messen oder auch im privaten Bereich setzen wir uns damit auseinander. Bei uns in Deutschland ist es so, dass die Lebensmittelpreise im konventionellen Bereich sehr niedrig sind und die Menschen generell viel konsumieren, shoppen und am Ende nur einen Teil davon nutzen, was sie kaufen. Hinzu kommt, dass alles schnell gehen muss und dann Geld für bspw. Fertiggerichte oder Lieferdienste ausgegeben wird.

Wer sich jedoch mit „Bio“ bzw. „Öko“ auseinandersetzt, merkt schnell, dass damit auch eine bewusste und nachhaltige Lebensweise in den Vordergrund rückt. Wer Wert auf Qualität, Geschmack und nachhaltiges Wirtschaften legt, kann dies bei Bio-Pionieren wie uns finden. Der Preis, der für Bio-Produkte gezahlt wird, fließt also auch in Handarbeit, regionale und kleine Unternehmen, Umweltprojekte, faire Arbeitsbedingungen und respektvollen Umgang mit Mensch, Tier und Natur.

Im konventionellen Bereich sind diese Kosten nicht in den Preis einberechnet. Missernten, die bspw. durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verursacht werden können, zahlt der Verbraucher extra über seine Steuern. Oder die Aufbereitung des Trinkwassers wird kostenintensiver, weil Chemikalien aus der Landwirtschaft herausgefiltert werden müssen.

Was macht ihre Kampagne „Öko statt Ego“ aus?

Diese Kampagne möchte genau auf das hinweisen, was ich gerade angesprochen habe. Es soll nicht um den Preis gehen, den ich einmalig für ein Lebensmittel ausgebe sondern um den Preis, den wir alle früher oder später zahlen müssen, wenn wir nicht lernen, verantwortungsvoll mit uns und unserer Umwelt umzugehen. „Öko statt Ego“ ist eine Initiative der Bioläden, Biosupermärkte und Biohersteller, die deutlich macht, worum es der Bio-Branche geht.

Unternehmen der Ökobranche stellen sich vor, geben Einblicke hinter die Kulissen, erzählen die Geschichten und Ursprünge hinter den Produkten. Interessant finde ich auch die Fakten über das Konsumverhalten der deutschen Verbraucher, bspw. macht jeder Einwohner 220kg Verpackungsmüll pro Jahr. Wir nutzen diese Infos und machen immer wieder in unseren Kundenbrief oder Newsletter oder in den sozialen Medien mit Posts und Stories auf die Kampagne aufmerksam.

Zubehör für plastikfreies Bad von Amperhof Ökokiste
© Amperhof Ökokiste
Seifen für ein plastikfreies Bad von Amperhof Ökokiste
© Amperhof Ökokiste

Und zuletzt: In unserer schnelllebigen Zeit – wie kann man in ihren Augen Essen wieder bewusster genießen und häufiger frisch kochen?

Mit der Ökokiste, finde ich persönlich, geht das ganz einfach. Bevor ich zum Unternehmen kam, war ich bereits selbst Kundin und habe mir wöchentlich die Mutter-Kind-Kiste liefern lassen. Ich war gerade Mutter geworden und wollte mit der Beikost für meine Tochter anfangen. Ich mag kochen und der erste Brei sollte frisch zubereitet sein und nicht aus dem Fertig-Gläschen. Da der Kisteninhalt immer saisonal und regional geplant ist, habe ich stets frisches und gutes Obst & Gemüse bekommen ohne Einkaufsstress. Das Gemüse reichte für eine Woche und mit den Rezepten auf dem Kundenbrief habe ich viel dazu gelernt, wie man welches Gemüse zubereiten kann.

Es gibt tolle Kombinationen, auf die ich vorher nie gekommen wäre. Ich habe damals die Pastinake entdeckt, nicht nur für meine Tochter, auch ich mag das süßlich schmeckende Wurzelgemüse und es sättigt sehr gut. Ich freue mich heute immer noch über mein volles Gemüsefach und muss mir weniger Gedanken machen, was ich einkaufen soll oder was es zu essen geben wird. Im Supermarkt stehe ich ja vor einer riesengroßen Auswahl, das überfordert. Die Natur gibt jedoch die Saison vor und ich kann genießen, was gerade vorhanden ist.

Info: Hohes Bestellaufkommen

Aktuell hat der Amperhof leider keine Kapazitäten für Neukunden. Wir werden euch sofort benachrichtigen, wenn der Service wieder verfügbar ist.
https://www.amperhof.de/

*Herzlichen Dank an das Team vom Amperhof für das Interview // Unbezahlte Werbung