Vegane Würstchen von LikeMeat auf dem Grill
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Vegan grillen: Die 10 besten Rezepte und Tipps

Möchtest du auch mal vegan grillen? Welche Leckereien auf dem Grill landen könnten und wie diese besonders saftig werden, erfährst du im Folgenden. Außerdem habe ich 10 Tipps für dich, wie vegan grillen zum Genusserlebnis wird.

Ein lauer Sommerabend, der perfekte Zeitpunkt für einen entspannten Grillabend mit Freunden. Bei Grillen denken die meisten jedoch an einen Überfluss an Fleisch. Dabei gibt es richtig leckere und gesunde vegane Rezepte zum Grillen; würzige Marinaden, Saftiges vom Grill und Beilagen, von denen man nicht genug bekommen kann. Wir geben dir hier die wichtigsten Tipps und Ratschläge für deinen perfekten Grillabend. Vegan grillen kann jeder!

Vegan Grillen für Anfänger

Wer sich erstmal langsam vertraut machen möchte mit der veganen Ernährung und noch nicht genau weiß, was es an Möglichkeiten gibt, kann anfangs auf Fertigprodukte zurückgreifen. Richtig lecker und deutlich gesünder ist natürlich Selbstgemachtes für den Grill.

Zeit sparen mit fertigen Fleischalternativen

Wer sich vor dem Grillen nicht lange in die Küche stellen will, kann auf Fleischalternativen zurückgreifen, die bereits verzehrfertig verkauft werden. Nicht nur etwas für Veganer, sondern auch für Menschen, die einfach mal vegetarisch Grillen wollen. Typische Produkte sind Tofuwürstchen oder Seitansteaks.

Vegane Würstchen von LikeMeat auf dem Grill
Schmecken besonders gut: die veganen Würstchen von LikeMeat (likeMeat – unsplash)

In der Regel bestehen diese Produkte aus einer (oder mehreren) Proteinquellen wie zum Beispiel Soja oder Erbsenprotein sowie Gewürzen, Kräutern, Öl, Trinkwasser und Verdickungsmitteln (z.B. Johannisbrotkernmehl).

Wichtig zu wissen ist, dass vegane Grillprodukte meist vorgegart sind und daher nur sehr kurz auf den Grill müssen. Außerdem habe sie einen eher geringen Fettgehalt und werden daher schneller trocken. Abhilfe schaffst du, indem du die fertigen Grillprodukte mit etwas hochwertigem Olivenöl beträufelst.

Worauf zu achten ist

Fertigprodukte haben oft einen hohen Zucker- und Fettgehalt. Achte auf die Inhaltsstoffe, bevor du ein Produkt kaufst. Hochwertige vegane Fertigprodukte findest du im Reformhaus, bei veganen Onlineshops oder in ausgewählten Drogerien.

Fleischalternativen – selbst gemacht

Wenn du dein Essen lieber selbst würzt und etwas ausgefallener gestalten möchtest, solltest du dir deine Fleischalternative für den Grill selber machen. Am Wichtigsten dabei ist die Marinade, denn sonst schmecken Seitan, Tofu oder Tempeh schnell fade.
Bei der Grillmarinade kannst du kreativ werden: Von leichter Würzung mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver über eine kräftige BBQ-Sauce bis hin zu einer asiatischen Würzung.
Wichtig ist, dass du deine marinierte Fleischalternative kurz vor dem Grillen noch einmal gut mit Öl bestreichst, damit sie nicht am Grillrost festklebt. Alternativ kannst du dein Grillgut in einer Aluschale oder einer wiederverwendbaren Gemüseschale grillen.

Eine sehr gute Übersicht bietet Peta zu den möglichen Fleischalternativen.

Welche Beilagen passen zum veganen Grillen?

Nirgendwo nehmen die Beilagen eine so große Rolle ein, wie beim Grillen. Wer kennt es nicht, dass man schon fast satt ist, bevor man das erste Stück vom Grill auf dem Teller hat. Da veganes Grillgut meist innerhalb von kürzerer Zeit gar ist als Fleisch, wirst du dieses Problem nicht so stark haben, trotzdem machen die Beilagen das Grillvergnügen erst perfekt.
Auch zum veganen Grillen eignen sich die Klassiker wie Kartoffel- oder Nudelsalat. Wer mal etwas Anderes ausprobieren möchte, serviert einen frischen Couscous-Salat mit Minze (auch als Taboulé bekannt).

Wie grille ich Gemüse richtig?

Gemüse bringt Farbe auf den Teller und macht das Grillvergnügen noch leichter und frischer. Hier solltest du nur vorher wissen, welches Gemüse sich besonders eignet und welche Vorbereitungen getroffen werden müssen, wenn du vegan grillen möchtest.

Mais und Gemüsespieße auf dem Grill
Maiskolben und Gemüsespieße eignen sich hervorragend (hariprasad000 -unsplash)

Hier kommen die 5 wichtigsten Gemüseempfehlungen für dich:

  • Gemüse nicht zu klein schneiden
  • Gemüse am besten in einer Schale oder auf Spießen grillen
  • Harte Gemüsesorten am besten vorkochen (z.B. Möhren, Kohlrabi)
  • Kartoffeln am besten vorkochen oder als Folienkartoffel direkt in die Grillkohle.
  • Weiche Gemüsesorten können direkt auf den Grill oder vorher blanchiert werden (z.B. Brokkoli)
  • Wasserreichen Gemüsesorten vorher das Wasser entziehen, indem man sie mit Salz bestreut und später das überschüssige Wasser abtupft (z.B. Aubergine, Zucchini)
  • Ausreichend Zeit zum Marinieren einplanen

Daneben solltest du darauf achten, dass du das Gemüse nicht zu klein schneidest, da es sonst durch den Grillrost fällt – bei wasserreichem Gemüse solltest du bedenken, dass es auf dem Grill noch ordentlich schrumpft. Am besten grillst du Gemüse daher in einer Schale. Alternativ eignen sich Spieße sehr gut – hier kannst du auch Gemüse und Fleischalternative kombinieren, solange du auf eine ähnliche Garzeit achtest, also Gemüse eventuell vorkochst. Auch sogenannte Grillwender oder Grillguthalter eignen sich perfekt, um Gemüse zu grillen.

Am besten schmecken mir gegrillte Zucchini. Ich verwende für die Würze am liebsten Kräutersalz und etwas Olivenöl.

Birte von goodsuperfood.net

Welche veganen Dips gibt es?

Bei den Dips musst du besonders umdenken (wenn du bislang nur klassisch gegrillt hast), da die meisten herkömmlichen Dips aus milch- oder eihaltigen Produkten bestehen. Entweder du stellst diese selbst mit veganen Ersatzprodukten her (z.B. veganer Frischkäse) oder du greifst direkt auf Dips zurück, die von Haus aus vegan sind: Hier eignet sich besonders Hummus oder Guacamole.

Mein Lieblingsrezept für einen veganen Vier-Schichten-Dip findest du hier.

Gegrillter Nachtisch

Meist wird der Nachtisch beim Grillen kläglich vernachlässigt. Aber er gibt auch dafür tolle Grill-Ideen, die den Abend perfekt abrunden. Die Basis bieten Früchte in allen Variationen: Ananas, Bananen, Birnen und Erdbeeren eignen sich dabei besonders gut. Kombiniere diese mit einer veganen Schokolade oder einer „Marinade“ aus Margarine, Agavendicksaft und Vanille und du wirst dich fühlen, wie Gott in Frankreich.

10 Tipps auf einen Blick

Die 10 wichtigsten Tipps zum veganen Grillen für Anfänger nochmal zusammengefasstBedenke, dass selbstgemachte Fleischalternativen am besten über eine längere Zeit mariniert werden.

Freunde grillen vegan zusammen
Vegan Grillen im Garten (johaberga – unsplash)
  1. Achte darauf, dass du deine Fleischalternative einölst, bevor du sie auf den Grill legst: so verhinderst du, dass sie austrocknet oder anbackt
  2. Bereite dein Gemüse richtig vor; es soll gar werden, aber nicht auf dem Grill verbrennen.
  3. Besorge dir am besten eine Aluschale oder einen Grillwender. So kann kein Gemüse durch den Rost fallen. Außerdem kannst du mit einem Grillwender auch in kurzer Zeit eine große Anzahl an Gemüsestücken auf einmal wenden.
  4. Kombiniere Fleischalternative mit Gemüse auf einem Spieß für ein leckeres Geschmackserlebnis.
  5. Gönne dir eine leckere Beilage. Ohne Kartoffel- oder Nudelsalat fühlt es sich doch nicht nach einem richtigen Grillabend an.
  6. Denke daran, dass gekaufte Dips meist nicht vegan sind und bereite deine eigenen Kreationen rechtzeitig selber zu
  7. Denke auch an den Nachtisch. Es gibt verschiedene Obstsorten, die sich gut zum Grillen eignen.
  8. Wein passt hervorragend zum leichten Grillen. Achte hier darauf, dass der Wein ebenfalls vegan ist.
  9. Zu leichten Speisen, wie gegrilltem Gemüse, passt beispielsweise ein fruchtiger Roséwein oder ein Sauvignon Blanc. Zu kräftig gewürzten Fleischalternativen geht auch ein fruchtiger Spätburgunder.